Interview

Auf dem Blog „Farmitoo-Mag“ gibt es ein Interview mit mir.

Darin erzähle ich über unsere Arbeit auf dem Hof.

Freude habe ich bei meiner Arbeit mit den Tieren…manchmal habe ich auch Angst und Ungewissheit macht sich breit, wie es um die Landwirtschaft in Zukunft steht….

Schaut mal rein!

Kerstin Blumhardt – « Einen Melkroboter im Stall zu betreiben, heißt nicht: Kühe werden automatisch gemolken…jetzt muss man nicht mehr in den Stall! »

Gänse in Neckarrems

Früher war unser Wohnort Neckarrems ein „Gänsedorf“.

Gänse waren die Haupteinnahmequelle der Bauern hier.

Das Geschäft mit den Gänsen war lukrativ und bot sich durch die flachen Einstiege in die Rems an. Morgens, bevor die Kinder in die Schule gingen, brachten sie die Gänse zur Rems. Dort konnten die Tiere baden.

Abends, so erzählte Oma Frida, liefen die Gänse selbstständig nach Hause. Und wurden daheim in Empfang genommen, um die Nacht im fuchssicheren Stall zu verbringen.

Der Graf, hoch oben auf der Burg, hatte Gänse „zum fressen gern“. Schon damals waren Steuern fällig. Diese wurden von den Bauern somit meist mit Gänsen beglichen. Lebend, weil es damals noch keine Kühlmöglichkeiten für Lebensmittel gab. Der Koch des Grafen schlachtete die Tiere dann nach Bedarf.

Einige Wochen bevor die Steuern fällig waren, durften die Tiere nicht mehr an die Rems, sondern bleiben im Verschlag, damit sie schön fett wurden. Fraßen die Tiere nicht ausreichend, wurden sie mit dem Kochlöffel gestopft. Der Graf sollte mit den Tieren zufrieden sein.

Eine weitere Einnahmequelle der Bauern waren Daunen. Daunen waren ein wertvolles, teures Gut. Wer sich dicke Federbetten leisten konnte, hatte Geld. Zur Daunengewinnung dienten nicht nur Schlachttiere. Es war üblich den Gänsen im Frühjahr bei lebendigem Leib die Brust zu rupfen.

Das Neckarremser Dorfbild war von Gänsen geprägt. Fast jeder hatte Gänse. Kleine Betriebe beherberten 50-80 Tiere.

Der größte Betrieb, Jan’s Urgroßvater, konnte 1000 (!!!) Tiere sein eigen nennen.

Immer wieder gab es Hochwasser im Flecken. Der unter Ortskern mit seinen Gebäuden war jedes Mal betroffen. Um Herr des Wassers zu werden, wurde entlang des Flusses ein Damm gebaut und eine Schutzmauer hochgezogen.

Das war das Ende der Gänsehaltung in Neckarrems. Die Tiere könnten das Wasser nicht mehr selbstständig erreichen.

Heute erinnert nur noch ein Denkmal „Die Gänselisl“ an die gänsereiche Zeit in Neckarrems.

Milchhof Blumhardt goes digital

Der Lernort ist um ein Angebot reicher!

Schulklassen der Klassenstufe 3 bis 5 haben nun die Möglichkeit digital und auf eigene Faust den Milchhof und seine Hauptakteure -unsere Milchkühe- kennenzulernen.

Mit iPad ausgerüstet gehen die Schüler und Schülerinnen auf digitale Schnitzeljagd quer über das Hofgelände und lernen dabei alles Wissenswerte über das Leben einer Milchkuh.

  • Welche Rinderrasse ist in Blumhardt’s Stall zu finden?
  • Aus was besteht das tägliche Kuhmenü?
  • Die Kälber werden von ihren Müttern getrennt… grausam? Oder evtl. ein Vorteil für’s Kalb?
  • …und wie entsteht eigentlich Milch?

Schafft ihr es die Höchstpunktzahl zu erreichen?
Und welche Gruppe liegt am Ende vorne und wird Klassensieger?

Neugierig? Dann probiert’s aus und sichert euch euren Termin!
(Kontakt: kerstinblumhardt@gmx.de oder Tel.: 0173 6959219)

Die offizielle iPad-Übergabe hat am Dienstag, den 17.07.2018 stattgefunden.


Foto: Pressestelle Landratsamt Ludwigsburg

 

 

Wir sind nun gut gerüstet für das aktuelle Schuljahr!!!

Dass dieses Projekt auf unserem Milchhof realisiert werden konnte, darüber freue ich mich sehr!

Es ist bestimmt schon drei Jahre her, als ich im Netz auf ein Forschungsprojekt in der Ernährungsbildung aufmerksam wurde.
Dieses Forschungsprojekt entwickelte eine App mit der digitale Schnitzeljagden erstellt und gespielt werden konnten…es entstanden einige „Mehlspuren“ in verschiedenen baden-württembergischen Städten…
da ich immer auf der Suche, nach neuen Möglichkeiten bin, mein „Lernort“-Angebot zu verbessern, machte ich mich sofort auf die Suche nach mehr Informationen rund ums Thema „Digitale Schnitzeljagden“.

Dieses Vorhaben gestaltete sich jedoch äußerst schwer.
Etliche E-Mails schickte ich im ganzen Land umher, auf der Suche nach dem richtigen Ansprechpartner….lange ohne Erfolg!
Aber was länge währt….

Deshalb möchte ich mich herzlich bei folgenden Personen bedanken, die aktiv zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben:

Frau Grohmann, Koordinatorin Lernort Bauernhof im Landkreis Ludwigsburg, vielen Dank, dass ich Sie zu einem Außentermin begleiten durfte…endlich war der Kontakt zum richtigen Ansprechpartner hergestellt, sonst würde ich immernoch E-Mails schreiben!

Herr Prof. Dr. Steffen Schaal, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, vielen Dank für die Einladung zum „Qualimobil“-Workshop, bei dem ich erste Einblicke in die Möglichkeiten und die Erstellung von digitalen Schnitzeljagden bekommen habe und für die Vermittlung der beiden PH-Studentinnen Theresa Keuler und Clara Tabea Bühler.

Theresa und Clara, vielen Dank, für die Erstellung dieses tollen Spiels…es passt perfekt zu unserem Hof. Ich habe euch beim ersten Treffen mit unglaublich viel „Gepäck“ losgeschickt. Ihr habt aus diesem ganzen Wissen und Vorgaben, die ich euch mitgegeben habe, ein Spiel von fachlich und pädagigisch hoher Qualität gemacht.

Danke an Herr Dr. Rüdiger Stihl für seine schnelle Rückmeldung und seine spontane Zustimmung, dieses Projekt finanziell zu unterstützen.

Danke an Herr Burghartswieser und Frau Edlinger von der Eva Mayr-Stihl Stiftung für das Finden von Mitteln und Wegen, das Projekt zu fördern.

Danke an Frau Ott, Ernährungszentrum Mittlerer Neckar, für die weitere Organisation und die Beschaffung der Geräte.

Danke an Herr Panke und Frau Nisi, Kreismedienzentrum des Landkreis LB, für den technischen Support.

Danke an Landrat Dr. Rainer Haas für seine Grußworte.

Danke an die Grundschulkinder, Lehrerinnen und die Schulleiterin der GS Remseck Hochberg , sowie Pressevertreter für ihre Teilnahme an der offiziellen iPad-Übergabe.

 

Pressereaktionen:

https://l.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.eva-mayr-stihl-stiftung.de%2Fde%2Fnews%2Feva-mayr-stihl-stiftung-und-dr-ruediger-stihl-unterstuetzen-den-lernort-bauernhof&h=AT3Ng3nSRzGWezGeBYmnqM262MF4cZQE_KJco4c563jkuzdDfsIKq5WswGVKa9Qn-4dh_IDatrMCtRzrJp-vM14xWFK0-03VTYx58q_3RAZjNyRQaiI9XC-EbWAfAGpOeVtrp0-RrBvYZm0ipPNycA

 

https://www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-ludwigsburg_artikel,-Mit-dem-Tablet-durch-den-Kuhstall-_arid,488448.html

Wir halten die Füße nicht still!

Zwei weitere Studentinnen der PH Ludwigsburg machen seit Beginn des neuen Schuljahres die Schnitzeljagd zum Thema ihrer Wissenschaftlichen Hausarbeit und erproben ein neues Tool, mit dem Zeichnen und Skizzieren in das Spiel integriert wird….

Im weiteren Verlauf wird nun erprobt, ob die Möglichkeit zu Zeichnen und selbst Skizzen anfertigen den Lernerfolg der Kinder positiv unterstützt.

Ich bin total gespannt!!!

 

Betriebsbesichtigung

Am Mittwoch, 14. März

war der Albverein, Ortsgruppe Freiberg bei uns zu Gast.

Gutes Wetter und Sonnenschein haben die Wanderer mitgebracht, für Kaffee und Kuchen sorgte meine Schwiegermutter Erika.
Nachdem alle gestärkt waren gingen wir in den Stall und ich fing an von unserem Betrieb und unseren Tieren zu erzählen.

Die Themen reichten von Krankenmanagement, Fütterung, insbesondere das Grasvorkommen im Großraum Stuttgart, die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen, Futterqualität und damit verbundene Probleme, Aufstallung und Stalleinrichtung, Zuchtfortschritte und deren Vorteile, Enthornung -wieso, weshalb, warum? und, und, und…. die Themen waren unerschöpflich!

Unsere Kuh mit der Stallnummer 105, Name: „Emmi“ kennt die Gruppe jetzt ganz genau – von Geburtsdatum über Milchfettwerte
bis hin zur aktuellen Lebensleistung.
Smartphone und Herdenmanagement-App macht’s möglich!

Besonders habe ich mich über das ehrliche Interesse der Teilnehmer, die konkreten Rückfragen und das Verständnis auch bei in der Kritik stehenden Themen, wie zum Beispiel das Enthornen gefreut.
Ich konnte den Besuchern zeigen,
wie gern ich meinen Job mache,
wie wichtig uns unsere Tiere sind,
aber auch dass manchmal Schwierigkeiten zu meistern sind, die Kompromisse erfordern!

Am Ende, war klar:

Landwirtschaft ist schön, aber anstrengend.
Auch Landwirte stoßen immer wieder auf Probleme…müssen vieles so nehmen wie es kommt, immer die beste Lösung im Blick.

Vielen Dank für den Besuch…mir hat der Nachmittag richtig Spaß gemacht!